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Montag, 29. April 2013

Larvenfalle 2.0

Denn alles Gute kommt von oben ...

Einlauf
Beim Bau meiner ersten Generation von Larvenfallen war ich darauf bedacht den Aufbau einfach zu halten. Zwei Punkte gefielen mir nicht. Erstens war die Performanz der Blubberlösung nicht sonderlich gut und zweitens mögen Larven das Ruckeln nicht so gerne und zucken trotz Licht gerne wieder vor der Falle fort. Gut, steter Tropfen fängt auch irgendwann die letzte Larve, aber es muss auch anders gehen.

Kräftiger Sog
Wie schon im ersten Artikel erwähnt gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten im Aquaristikbereich Wasser zu bewegen - mechanisch über eine Kreiselpumpe oder mit Hilfe von Luft. Die mechanische Variante scheidet wegen ihrer zerstörerischen Machart aus, deshalb macht es nur Sinn die luftige Variante zu verbessern.

Im laufe der letzten Jahre habe ich mit tchechischen Lufthebern gute Erfahrungen gesammelt und finde diesen Luftantrieb sowohl von der Performanz als auch der Lautstärke ziemlich optimal. Es bietet sich also an diese Form zu verwenden. Aber es fehlte mir immer noch ein wichtiges Puzzlestück ...

... geht nach unten ...

Seitenansicht
Als mir der Auslauf eines Bodenfilters in die Finger fiel machte es klick - der Auslauf war ein perfekter Auffänger den man durch den Teleskopauszug punktgenau auf Höhe des Wasserspiegels positionieren konnte. Dies ist sowieso der bevorzugte Aufenthaltsort frisch geschlüpfter Larven weil Licht natürlicherweise von oben kommt.

Aber Luftheber mit Null Arbeitshöhe haben ein Problem, denn die Luft muss steigen um arbeiten zu können ...

... und kommt wieder hoch ...

Großflächige Gaze am Auslauf
Für dieses Problem ist die Lösung logisch - ein Fallrohr mit einem U-Knick an ein Steigrohr und fertig ist die Lösung. Wie schon beim ersten Versuch habe ich beim Fallenkörper auf Schnick-Schnack verzichtet. Eine Würfelform ist praktisch und einfach, eine große Öffnung mit feinmaschigem Netz im oberen Bereich leicht zu realisieren und funktional.

... nur um sich schön zu sammeln

Und so sieht das Ergebnis aus - mit praktischen Saugern auf der Rückseite. Oberhalb des Einlaufs muss nur noch eine Lichtquelle positioniert werden, oder besser noch - den Aufsammler so positionieren das er auf die Strömung des Filters zeigt (HMF natürlich :-) ).

Gesamtansicht

Diskussion auf Wirbellotse.

Sonntag, 10. Februar 2013

Wir denken negativ

"Geh nicht auf die Strasse!"

Na? Wer hat jetzt seine Eltern oder sich selbst bei dem Satz vor dem geistigen Auge gesehen? Das scheint jetzt erstmal nichts besonderes zu sein. Unsere Mütter und Väter und wir wollen nicht das jemandem (dem Kind) etwas passiert und wir fordern es auf sich von der Straße fern zu halten. Gut? Schlecht? Problematisch! Und symptomatisch.

Was kann daran falsch sein? Schließlich wollen wir ja Schlimmeres verhindern. Grundsätzlich richtig, aber der Fokus ist der Falsche. Was im Kinderkopf bei "Geh nicht auf die Strasse!" hängen bleibt ist genau eins - "die Strasse". Fortan hat sie einen verruchten Ruf. Etwas Verbotenes! Innerlich sind Kinder jetzt darauf fokussiert und beobachten und testen.

Sicherlich folgen auch Erklärungen wie "Du könntest von einem Auto angefahren werden!", aber (denkt der Kinderkopf) was passiert in der Zeit wo kein Auto auf der Strasse ist? Die Kindergedanken schweifen aus, schlagen Purzelbäume, stellen sich vor was wohl sein könnte und schlimmstenfalls wenn die gedanklichen Ausschweifungen nicht ausreichen - probieren aus!

Letztendlich hat man auf einmal das Gegenteil von dem erreicht was man eigentlich wollte - das Kind ist auf der Strasse. Genau dort wo man es nicht haben wollte. Vielleicht nur in Gedanken, aber schlimmstenfalls auch in Wirklichkeit. Wieso konnte das nur passieren? Wir haben doch klipp und klar vor der Strasse gewarnt?

Wie weiter vorne schon erwähnt bleibt bei uns meist nur das Wichtigste hängen. Kind oder Erwachsen - das spielt keine Rolle. Was wir verpasst haben, war das eigentliche Ziel an zu visieren. Wir hätten lediglich sagen müssen "Geh auf dem Bürgersteig." und mit der Erklärung das der Bürgersteig für Menschen ist und die Straße für Autos können wir auch gleich eine plausible Erklärung hinterherschieben. Das ist zwar schon alles, aber für uns "ver-nicht-end" geprägten Meschen extrem schwer.

Klingt zu einfach? Na wenn es so einfach ist, dann einfach mal einen Tag lang ausprobieren und das "NICHT" verbannen und positive Ziele formulieren. Daran denken! Einen ganzen Tag positiv formulieren! Nicht wundern wenn es schwer fällt (Na, was ist hängen geblieben?).

Mittwoch, 16. Januar 2013

Noch ein Stern(chen) am Luftpumpenhimmel?

SECOH SLL-20 als Takatsuki Alternative

Bei der Recherche nach einer leistungsfähigen und leisen Luftpumpe stiess ich noch auf ein paar andere Namen die sowohl von der Leistung als auch von der Lautstärke, allerdings auch preislich mit den Takatsukis mithalten können. Testweise habe ich mir eine SECOH SLL-20 geordert, weil diese fantastischen 52 L/min bei 18 Watt angeboten wird. Die Pumpe hat ein Kunststoffgehäuse das deutlich größer als die Takatsuki ist. Die Lautstärke ist ein etwa gleich - nur ein leises brummeln. Schon bei der Inbetriebnahme ohne Last hatte ich das Gefühl das im Vergleich zur Takatsuki ein deutlich schwächerer Luftstrom aus dem Anschluss kam. Und tatsächlich - unter verschiedenen Wiederständen ergab sich eigentlich immer das gleiche Bild. Mein Testluftsack füllte die Takatsuki immer in etwas mehr als der Hälfte der Zeit. Etwas irritiert fragte ich beim Händler an und von diesem bekam ich ein Schaubild, das erklärte warum das so ist, denn schliesslich sollte die SECOH ja einen höheren Output als die Takatsuki haben.

Volumenstrom: 52 l/min = 3.120 l/h
Dauerdruck: 0,20 bar
Leistung (180mbar): 18 W
Spannung-Frequenz: 230 VAC-50 Hz
Geräuschpegel: 30 dB(A)
Schlauchanschluss: Ø 19 mm
Maße (LxBxH): 254 x 177 x 176 mm
Gewicht: 4,5 kg

 

Wenn man das Schaubild ansieht wird klar, das die 53 L/min nur unter Null Last erreicht wird. Bei typischen Drücken um 170-180 mbar kommen nur noch 20L/min aus der Pumpe. Das erklärt auch warum auf dem Typenschild 23 L/min steht - SECOH selber sieht dies wohl als typischen Output an (LPM).


Die Stromaufnahme habe ich mir nicht näher angesehen, ich gehe davon aus das die angegebenen 18 Watt mit dem Luftleistungs-Parameter korrelieren.
Etwas irritiert hat mich die wiederholte Angabe die Pumpe sei ein Stückchen japanischer Ingenieurskunst, das stimmt aber nicht ganz. SECOH hat ein wenig Japan in den Adern, ist aber in Shanghai ansässig. Ältere Pumpen haben wohl ein "Made in Japan" Aufkleber, neuere aber werden in China oder Malaysia produziert. Ob das ein Makel ist muss jeder für sich entscheiden.

Und was kommt unter dem Strich raus? Die Leistung ist gut. Die Pumpe konnte problemlos 28 Luftheber antreiben und schien auch noch etwas Reserve zu haben. Klar, die Takatsuki hat etwa 10 Watt mehr Verbrauch und ich hätte für einen 1:1 Vergleich eher die SLL-30 nehmen sollen (gleich Wattzahl), aber ich wollte halt wissen ob diese SECOH tatsächlich mehr Leistung hat als die Hiblow.

Kann ich die Pumpe empfehlen? Ich denke Preis (~140€) und Leistung stimmen auf jeden Fall und sie ist angenehm leise. Preislich liegt sie kaum unter der Takatsuki. Was mir eher aufgestossen hat, war die geringe Verbreitung. Es könnte schwierig werden in Zukunft Ersatzteile zu bekommen. Bei der Takatsuki habe ich da keine Bedenken.

Hersteller Homepage / Diskussion und Kommentare im Wirbellotsen

Donnerstag, 3. Januar 2013

Mein neuer Stern am Luftpumpenhimmel

Techno Takatsuki Hiblow XP-40


Vor kurzem hatte ich das Vergnügen eine alte Hagen 40 A Luftpumpe in Aktion zu sehen und (fast nicht) zu hören. Erst wollte ich versuchen mir eines dieser unverwüstlichen Teile bei ebay zu ersteigern, aber bei der Recherche stiess ich auf die neuen Hiblow XP-40 von Techno Takatsuki (das ist der Hersteller der Hagen 40 A die wohl ähnlich oder sogar baugleich mit der Hiblow HP 40 ist). Ich war neugierig ob diese Pumpe tatsächlich das leistet was das Datenblatt angibt.

Bisher benötigte ich zwei Pumpen um meine Aquarien zu befeuern. Einmal eine Hailea V-20 die als Membranpumpe relativ leise surrt und eine Osaga LK60 (Kolbenkompressor, baugleich Hailea ACO318) die ziemlich laut ist. Lautstärke spielt bei mir eigentlich keine so große Rolle, da die Pumpen in einem anderen Kellerraum sind als die Aquarien, aber falls man sich mal längere Zeit in der Nähe der Pumpen aufhalten muss, ist das schon recht nervig. Für einen Einbau in eine Schallkammer hatte ich bisher keine Zeit und Lust. :-)

Beide Pumpen benötigen zusammen laut Datenblatt 15+30 Watt, sollte also tatsächlich eine Pumpe mit 30 Watt ausreichen, wäre beim Stromverbrauch etwas gewonnen und bei der Lautstärke auch gleich mit. Und tatsächlich muss ich sagen das die Hiblow XP-40 meine Erwartungen deutlich mehr als erfüllt. Während die China-Pumpen ihre Leistungskurve warscheinlich nur unter optimalen Bedingungen ausreizen, pfeift die japanische Pumpe noch lange nicht auf dem letzten Loch. Faktisch laufen jetzt alle 24 Becken nur an der Hiblow und es ist noch deutlich Reserve für mehr vorhanden. Die Becken stehen schon bereit ... ;-)


Technische Daten
Betriebsspannung: 220-240 Volt
Stromverbrauch: 30 Watt
Nennluftdruck: 12.8 kPa
Luftfluss: 40 L/Min.
Gewicht: 4.1kg
Preis: ~160€

Randinfo - im Betrieb wird das Gehäuse nur ganz leicht erwärmt.

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